04.11.2019

Dies Academicus der Theologischen Hochschule Chur 28. Oktober 2019

Zwischen Verkündigung und Sprachlosigkeit: Kirche und Kommunikation

Beobachtungen, Erfahrungen und Erlebnisse von
Mariano Tschuor, Journalist, Laax/Mariastein

 

Anrede – Prof. Christian Cebulj – frank und frei – Freimut (Parrhesia) – Aus dem Leben erzählen – Vorhang auf

 
In Mariastein erlebe ich – kommunikativ – fast jeden Tag eine Überraschung. Als ich vor einem Jahr die Stelle an dem Wallfahrtsort in der Nordwestschweiz antrat, dachte ich mir: Komme, was kommen mag, in einem Bereich bist du sattelfest: in der Kommunikation. Aber eben, der Mensch denkt und Gott lenkt. In Mariastein lenken auch die Muttergottes, der Herr Abt, die Herren Mönche und die Frau Betriebsleiterin. Strategien und Konzepte sind das eine, die Realität des Alltags das andere. Mönche – ja wahrscheinlich Kleriker – sind wahre Meister der Semantik. Jedes Wort wird auf den Altar gelegt, geprüft, zelebriert. Sie sind auch Meister des Masslosen. Was die Kommunikation betrifft. Tauglich ist nur jene Kommunikation, die bei den Urahnen beginnt, alle Entwicklungen miteinschliesst und bei einer Schlussfolgerung landet, die das Prinzip des «Sowohl-als-auch» miteinschliesst. Alles ist – wie das Leitmotiv des Projektes Mariastein 2025 lautet – ein «Aufbruch ins Weite». Das schliesst die Providentia Divina mit ein, die in der Kirche ja auch noch ein Wörtchen mitzureden hat.

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